Interview mit TalentkaderSR Fabian Walijew

Im Rahmen der Vorstellungsrunde unserer TalentkaderSR möchten wir euch heute einen weiteren KOL-FörderkaderSR präsentieren: Fabian Walijew!

Hallo Fabian, Bitte erzähle uns kurz etwas über dich und in welcher Liga du pfeifst bzw. seit wann du Schiedsrichter bist.

Hallo zusammen. Mein Name ist Fabian Walijew, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Langen. Im Februar 2015 habe ich die Schiedsrichterprüfung abgelegt und bin seit der Saison 2016/2017 Mitglied des Talentkaders. Seit Beginn dieser Saison pfeife ich in der Kreisoberliga und bin zugleich Teil des KOL-Förderkaders. Zudem habe ich letztes Jahr mein Abitur gemacht und studiere seit Oktober 2019 in Bad Homburg. Aktuell absolviere ich im Rahmen meines Studiums ein Praktikum beim SV Waldhof Mannheim (3. Liga).

Was war der Grund dafür, dass du Schiedsrichter geworden bist?

Den Gedanken, Schiedsrichter zu werden, hatte ich schon länger. Daher war es für mich ideal, dass ein Lehrer meiner ehemaligen Schule, Boris Reisert (Hessenliga-SR & ehemaliger KLW im Kreis Dieburg), die SR-Ausbildung im Rahmen der Projektwoche anbot. An diesem Projekt habe ich dann teilgenommen und bin seitdem Schiedsrichter.

Welche schönen Ereignisse hast du bereits als Schiedsrichter erlebt?

In meiner Schiedsrichterlaufbahn habe ich schon einige schöne Ereignisse erlebt. Angefangen von Einsätzen bei Freundschaftsspielen von höherklassigen Mannschaften, Relegationsspielen oder einfach, dass man nach dem Spiel ein Lob von Vereinsverantworlichen erhält.

Aber vor allem sind mir zwei Spiele in Erinnerung geblieben:

Zum Einen ist das mein erster Einsatz als SRA in der Verbandsliga. Das Spiel war nicht nur ein Topspiel (2. gegen 4., Abstand zueinander waren 2 Punkte und ein bzw. 3 Punkte zum Tabellenführer), sondern auch unerwarteter Weise eine Beobachtung. In diesem eher schwierigen Spiel zeigte ich eine gute Leistung und auch der Beobachter war nach dem Spiel über unsere Leistung erfreut.

Zum Anderen ist mir meine erste Beobachtung im KOL-Förderkader in guter Erinnerung geblieben. Freitagabend & Flutlicht, aber ein Platz in sehr dürftigem Zustand. Auf dem großen Platz entwickelte sich ein ziemlich einfach zu leitendes Spiel. Trotzdem war ich nach dem Spiel stolz auf meine Leistung, da ich die wenigen Schlüsselsituationen ebenfalls gut gelöst hatte.

Waren auch lustige Ereignisse dabei?

Auf jeden Fall. Seien es Ausflüge mit dem Talentkader, Lehrgänge, das Sommertrainingslager oder sonstige Veranstaltungen. Vor allem bei den Weihnachtsfeiern des Talentkaders sind schon einige lustige Geschichten entstanden. Diese hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und sollten zudem in kleinem Kreis gehalten werden. Es waren sehr lustige Abende!

Was macht die Schiedsrichterei für dich aus?

Das Schönste an der Schiedsrichterei ist für mich, dass man Teil eines riesigen Teams ist. Auch wenn man am Spieltag alleine oder maximal in kleinen Teams unterwegs ist, zeigen Sitzungen, Regelabende oder Lehrgänge, dass wir alle das gleiche Hobby haben und das gleiche Ziel verfolgen. Daneben motiviert und pusht man sich gegenseitig, sodass man genug Motivation hat, an sich zu arbeiten und sich zu verbessern.

Was macht für dich das Hobby so interessant?

Für mich war es vor allem zu Beginn eine sehr große Hilfe meine Persönlichkeit zu entwickeln. Zudem besteht die Schiedsrichterei nicht nur aus der Spielleitung am Spieltag, sondern auch aus ausreichend Vorbereitung, Lehrgängen und natürlich Regel- und Fitnesstests en masse. Dazu ist es perfekt, um sich vom stressigen Alltag zu erholen und sich mindestens 90 Minuten auf andere Dinge fokussieren zu können bzw. sogar zu müssen

Was möchtest du noch alles als Schiedsrichter erreichen?

Da ich in dieser Saison der letzte Offenbacher Schiedsrichter im KOL-Förderkader bin, ist mein Ziel so bald wie möglich den Aufstieg in die Gruppenliga zu schaffen und mich dort zu etablieren.

Vielen Dank, Fabian! Und viel Erfolg bei deinen Zielen.

Fabian beim Spiel Germania Eberstadt gegen SV Hellas Darmstadt im März 2019.

Bild: Germania Eberstadt / https://www.facebook.com/germania1911eberstadt/photos/a.2267484626697545/2267488890030452/?type=3 / Abgerufen am 5.4.2020 um 14 Uhr

Interview mit TalentkaderSR Luca Mellin

Um die spielfreie Zeit zu überbrücken und um euch unsere TalentkaderSR etwas näher zu bringen, möchten wir Euch ein neues Format vorstellen, indem sich die jüngeren Kollegen kurz selbst vorstellen und in einem kurzen Interview spannende und schöne Momente als Schiedsrichter offenlegen werden.

Als erster TalentkaderSR hat sich Luca Mellin (KOL, FV 06 Sprendlingen) bereit erklärt, uns unsere Fragen zu beantworten und aus seinem Schiedsrichteralltag zu berichten.

Hallo Luca, Bitte erzähle uns kurz etwas über dich und in welcher Liga du pfeifst bzw. seit wann du Schiedsrichter bist.

Hallo, ich heiße Luca Mellin. Ich bin 19 Jahre alt und wohne in Dreieich-Sprendlingen. Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und im Oktober letzten Jahres mein duales Studium, Studiengang Personalmanagement, in Frankfurt begonnen. Seit 2016 bin ich an der Pfeife tätig und 2018 in den Talenkader berufen worden. Seit Beginn dieser Saison leite ich Spiele bis zur Kreisoberliga der Herren und durfte mich auch im KOL-Förderkader beweisen.

Was war der Grund dafür, dass du Schiedsrichter geworden bist?

Eines Tages war Ole Sicker (Gruppenliga, SuSGO Offenthal) bei uns zum Abendessen und erzählte von seinem Hobby der Schiedsrichterei. Ole schlug mir vor, dass ich das auch unbedingt mal ausprobieren sollte, da das Schiedsrichterwesen einem so viel, auch außerhalb des Platzes, bietet. Zu Beginn konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, doch nach ein paar Monaten meldete ich mich für den Neulings Lehrgang im Kreis Bergstraße an.

Welche schönen Ereignisse hast du bereits als Schiedsrichter erlebt?

Ehrlich gesagt kann ich da nicht genau ein Erlebnis nennen, da es im Laufe der Zeit sehr viele schöne Erlebnisse im Zusammenhang mit der Schiedsrichterei gab. Als einen schönen Moment auf dem Platz fällt mir meine zweite Beobachtung im KOL-Förderkader ein. An dem Tag habe ich gemerkt, dass es läuft. Mir ist viel gut gelungen, sodass am Ende die Spieler, Trainer, Zuschauer und der Beobachter, der mich am Ende mit einer 8,5 bewertete, zufrieden waren. Nachdem ich zuvor immer wieder unnötige Punktabzüge in Coachings und Beobachtungen hatte, war diese Note Balsam auf meiner Seele und motivierte mich ungemein weiter an mir zu arbeiten. Aber auch Abseits des Platzes gibt es schöne Momente, wie beispielsweise Ausflüge nach Grünberg oder andere Aktivitäten.

Waren auch lustige Ereignisse dabei?

Seid einem Lehrgang in Grünberg und der Weihnachtsfeier des Talentkaders im Dezember letzten Jahres habe ich ein paar Spitznamen weg und meine Vita ist um viele lustige Erlebnisse bereichert. Leider würden die ganzen Spitznamen und lustigen Momente den Rahmen des Interviews sprengen…

Was macht die Schiedsrichterei für dich aus?

Zu Beginn meiner Schiedsrichterlaufbahn dachte ich, dass ich am Wochenende ein bis zwei Spiele leite und damit ist es getan. Die Schiedsrichterei macht aber so viel mehr aus und hat ebenfalls so viel mehr zu bieten. Seien es Regelabende, Weihnachtsfeiern, Pflichtsitzungen, Trainingslager, Weiterbildungen oder die Schiedsrichtermannschaft. Aber auch abseits der genannten Aktivitäten unternehmen wir Schiedsrichter öfter mal etwas zusammen. Hier sind Ausflüge, beispielsweise in das Fußballmuseum nach Dortmund oder auf den Offenbacher Weihnachtsmarkt, oder Spielbesuche, wie das 7:1 der Frankfurter Eintracht gegen Fortuna Düsseldorf aus der letzten Saison, zu nennen. In meinen vier Jahren als Schiedsrichter habe ich viele neue Bekanntschaften gemacht und des öfteren sogar Freundschaften geschlossen. Des Weiteren habe ich gelernt, dass im Schiedsrichterwesen eine Sache ganz besonders zählt: Zusammenhalt!

Was macht für dich das Hobby so interessant?

Für mich ist es perfekt als Ausgleich für eine anstrengende Woche in der Uni oder auf der Arbeit. In den 90 Minuten blende ich alles aus und konzentriere mich voll und ganz auf das Spielgeschehen. Das ist auch nötig, da man binnen Sekunden die Spielsituationen bewerten und schlussendlich entscheiden muss. Des Weiteren gefällt mir die sportliche Komponente bei der Spielleitung. Noch dazu helfen einem die Erfahrungen aus den verschiedenen Spielsituationen ab und zu im alltäglichen Leben.

Was möchtest du noch alles als Schiedsrichter erreichen?

Durch meine ersten vereinzelten Erfahrungen, Spiele mit Assistenten zu leiten, habe ich Gefallen daran gefunden. Deswegen würde ich gerne in den nächsten Jahren in die Gruppenliga aufsteigen, um mich dieser neuen Herausforderung zu stellen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Danke für deine Zeit, Luca!

Luca beim C-Jugend Regionalliga Freundschaftsspiel zwischen Kickers Offenbach und Rot-Weiss Essen im Februar 2020.

Fotos: Ole Sicker, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

KFA Offenbach mit Rundschreiben an alle SportlerInnen

Der Kreisfußballausschuss wendet sich an alle Sportlerinnen und Sportler im Fußballkreis Offenbach mit folgendem Brief:

 

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

wir alle erleben gerade eine ganz besondere Zeit, keine einfache Zeit. Unser tägliches
Tun, unser Handeln und unsere Erlebnisse sind auf den Kopf gestellt. Wir alle stehen vor
extremen Herausforderungen. Noch ist nicht abzusehen, wie lange diese Zeit anhält und
wie es dann weiter geht.

Gefragt sind im Moment Vernunft, Solidarität, Aufmunterung und Hilfestellung.
Wenn wir einen Angriff des Gegners verhindern wollen, stellen wir eine Abseitsfalle. Wir
wissen wie das geht: Lasst den Gegner allein! Haltet euch von ihm fern. Stellt ihn ins
Abseits!

Genau das müssen wir jetzt mit COVID19 tun!
Wir appellieren an euren Fair Play Gedanken und eure Disziplin, die einen Sportler
ausmachen: Folgt den Anweisungen der Behörden!
Wir alle können es auch ohne Training: NICHTS TUN. Das richtige Stellungsspiel
ist jetzt gefragt!

Beschränkt eure persönlichen sozialen Kontakte auf das zwingend Erforderliche. Wir
leben im Zeitalter der Digitalisierung. Das heißt, dass wir viele andere Möglichkeiten
haben, miteinander in Kontakt treten zu können. Soziale Medien, Telefon, Skype,
Telefonkonferenz, um nur einige zu nennen. Dafür müssen wir unsere Wohnung nicht
verlassen!

Wir können unser Vereinsleben im Moment nicht so leben, wie wir es kennen:
Zusammen kommen, Sport treiben, Spaß haben in der Gruppe und vieles mehr.
Gerade jetzt ist eure innere Stärke als Verein gefragt: Füreinander da sein! Vergesst
nicht die Mitglieder, die allein zu Hause sitzen. Versucht mit ihnen in Kontakt zu bleiben.
Schenkt ihnen einen Anruf!

Zurzeit wird viel spekuliert, wie es im Fußball weitergeht. Wir wollen uns an den
Spekulationen nicht beteiligen. Das Präsidium und die Verbandsausschüsse erarbeiten
verschiedene Szenarien. Der für den 06.06.2020 geplante Verbandstag des Hessischen
Fußball-Verbandes wurde bereits abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht konkret
fest, da wir alle nicht abschätzen können, wie lange uns die aktuellen Geschehnisse
„gefangen“ halten werden. Wir werden die weiteren Entwicklungen abwarten und euch
informieren.

Wir wünschen euch Gesundheit und Zuversicht. Gemeinsam schaffen wir das!

#wirbleibendaheim#denkpositiv

Viele Grüße

Kreisfußballausschuss Offenbach

(Jörg Wagner)