Chronik

1998

Das achtzigste Geburtstagsjahr der Schiedsrichtervereinigung Offenbach (SR-Vgg) begann mit einem Paukenschlag:

Nach unüberbrückbaren Differenzen mit Kreisschiedsrichterobmann (KSO) Johann Schmeiser (SC 07 Bürgel) waren zu Jahresbeginn Kreislehrwart (KLW) Bijan Khashabian (FC Dietzenbach) und der stellvertretende Kreisschiedsrichterobmann (stv.KSO) Engelbert Janes (Teutonia Hausen) von ihren Ämtern zurückgetreten.

Auf ihrer Pflichtsitzung am 02.03.1998 in der Sporthalle des SKV Hainhausen sollten die Schiedsrichter über einen Nachfolgervorschlag abstimmen, der dann auf einer Sitzung des Kreisfußballausschusses (KFA) behandelt werden sollte. Neben 213 Schiedsrichtern konnte KSO Johann Schmeiser Verbandsschiedsrichterobmann (VSO) Rainer Boos, Verbandsrechtswart Dieter Baumecker und den kompletten KFA begrüßen.

In der Debatte um die Amtsführung von KSO Schmeiser verdeutlichte Kreisfußballwart (KFW) Wolfgang Rubin, daß die Zusammenarbeit im KFA mit Schmeiser ebenfalls seit einiger Zeit belastet war.

Bei der Ersatzwahl von Viktor Lekic zum KLW folgten nur 25 % der Schiedsrichter dem Wahlvorschlag von Johann Schmeiser – Dr. Klaus Eckrich (stv.KSO) sollte später den Schiedsrichtern präsentiert werden – und verdeutlichten so ebenfalls ihre Unzufriedenheit mit ihrem KSO. Viktor Lekic wurde im Anschluß vom KFA beauftragt im März den jährlichen Schiedsrichterneulingslehrgang durchzuführen, was er auch mit gutem Erfolg erledigte. 36 neue Schiedsrichter waren der Offenbacher Beitrag zu den DFB-Schiedsrichter-Werbewochen 1998.

Auf dem notwendig gewordenen, außerordentlichen Kreisfussballtag am 23.05.1998 in Mainflingen sprachen 85 % der Offenbacher Fußballvereine KSO Johann Schmeiser das Misstrauen aus, worauf dieser von seinem Amt zurücktrat. Danach wurden mit Michael Grieben (KSO, SKG Rumpenheim), Hubert Doll (stv.KSO, SKG Rumpenheim), Viktor Lekic (KLW, Croatia Obertshausen), Bijan Khashabian (Öffentlichkeitsmitarbeiter, FC Dietzenbach), Fritz Bittelbrunn (Beisitzer, SV Zellhausen) und Antonio Rodrigues (Beisitzer, SKG Rumpenheim) ein neuer KSA gewählt.

Für den FSVO bedeutete diese Personalentscheidung ebenfalls eine schwere Belastung. Übte Johann Schmeiser doch das Amt des Vereinsvorsitzenden aus. Im Jahr 1998 wurde lediglich der Kauf einer Schreibmaschine registriert, die 1999 an Johann Schmeiser verkauft wurde.

Im Rahmen einer Vorstandssitzung am 28.09.1998 wurde über die Zukunft des FSVO gesprochen. Johann Schmeiser gab bekannt, daß er für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung steht. Um Klarheit über die Fortführung des Vereins zu bekommen führte der Vorstand am 09.10.1998 in der Gaststätte „Pechhütte“ in Offenbach ein Gespräch mit dem KSA.

Bei der Jahreshauptversammlung des FSVO am 03.11.1998 im Bürgerhaus Hausen waren acht von zwölf Mitgliedern erschienen. Nach den Rechenschaftsberichten erklärte Johann Schmeiser, daß er aus den bekannten Vorgängen innerhalb der SR-Vgg nicht für eine Wiederwahl kandidiere. Seinen Vorstandskollegen überreichte er ein Erinnerungsgeschenk. Unter Vorsitz von Versammlungsleiter Horst Schmitt (TSV Lämmerspiel) wurde der alte Vorstand entlastet.

Zum ihrem neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder einstimmig Günter Schmidt (KV Mühlheim). Bernd Kiwak und Thorsten Schwemler wurden ebenfalls einstimmig in ihre bisherigen Ämter wiedergewählt. Als erste geplante Aktion verkündete Günter Schmidt die Realisierung einer Schiedsrichterzeitung. Die Eintragung des neuen Vorstandes in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Offenbach erfolgte am 18.11.1998.

Die Jahresabschlußfeier am 07.12.1998, im Rahmen der Schiedsrichterpflichtsitzung, und der Frühschoppen am zweiten Weihnachtsfeiertag beendeten ein turbulentes Jahr.

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