Chronik

1995

Im Jahr 1995 wurde die Schiedsrichtervereinigung Offenbach (SR-Vgg) mit 341 Mitgliedern zur stärksten Vereinigung im Bereich des Hessischen Fußballverbandes (HFV). Der Freundeskreis Schiedsrichtervereinigung Offenbach e.V. hatte 15 Mitglieder und etablierte sich als optimaler Partner des Kreisschiedsrichterausschusses Offenbach (KSA).

Mit der Ausrichtung des traditionellen Hallenturnieres am 11.02.1995 in Klein-Auheim konnte sich der FSVO ein weiteres Mal bewähren. Erstmals nahm keine Abordnung der Hamburger Schiedsrichter teil.

Aufgrund eines allgemeinen Schiedsrichtermangels hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für das Frühjahr 1995 zu einer bundesweiten Schiedsrichterwerbekampagne aufgerufen. Die Startaktion des DFB erfolgte am 19.02.1995 in der SAT 1-Fußballshow „ranissimo“. Im März sollten die Werbewochen dann mit Neulingslehrgängen in den Kreisen abgeschlossen werden.

Bei einer vorbereitenden Tagung der hessischen KSA’s in der Sportschule Grünberg am 26.11.1994 wurden Kreisschiedsrichterobmann Johann Schmeiser (SC 07 Bürgel) und Kreislehrwart Günter Schmidt (KV Mühlheim), der auch als erster Öffentlichkeitsmitarbeiter des KSA fungierte, vom damaligen stellvertretenden Verbandsschiedsrichterobmann und Öffentlichkeitsbeauftragten des VSA, Rainer Boos, über die geplanten Aktionen des HFV informiert.

Im Kreis Offenbach begannen die DFB-Werbewochen im Februar mit verschiedenen Presseberichten in der OFFENBACH-POST. Plakate und Handzettel mit dem offiziellen Motto „Nicht meckern, sondern pfeifen: Ohne Schiedsrichter geht es nicht !/“ wurden anläßlich von Rückrundenbesprechungen an die Offenbacher Vereine verteilt. Durchsagen bei zuschauerintensiven Turnieren, wie beispielsweise der Offenbacher Hallenstadtmeisterschaft, ergänzten die Werbemassnahmen.

Unter der Federführung des Bezirksschiedsrichterausschusses Frankfurt unterstützten die Schiedsrichtervereinigungen des Bezirkes die Werbeaktion der SR-Vgg Frankfurt. Anläßlich des Bundesligaspieles gegen den 1. FC Kaiserslautern am 25.02.1995 veranstaltete Eintracht Frankfurt einen „Tag des Schiedsrichters“. In der Halbzeitpause liefen Jung-Schiedsrichter aus den Kreisen mit Luftballons in das Waldstadion ein und nahmen am Mittelkreis Aufstellung. Während des Verlesenes des offiziellen Ansagetextes wurden die Luftballons losgelassen. Leider spielte das Wetter nicht mit, so daß der gewünschte Effekt nicht ganz erreicht wurde. Die Offenbacher Jung-Schiedsrichter Dominic Bendrien, Christian Fesenbeck, Axel Konrad, Diego Lumia, Andreas Münch und Sascha Peltret wurden vom stv.KSO Thorsten Schenk (SC 07 Bürgel) und vom Schatzmeister des FSVO, Thorsten Schwemler (SpVgg Dietesheim), begleitet.

Beim Offenbacher Neulingslehrgang vom 02.03. – 10.03.1995 wurden 60 (!) neue Schiedsrichter durch den Lehrausschuß unter der Leitung von KLW Günter Schmidt ausgebildet. Lediglich die SR-Vgg Bergstraße konnte mit 75 Neulingen ein besseres Ergebnis im Bereich des HFV erzielen.

Der FSVO beteiligte sich intensiv bei der Unterstützung des KSA bei den Aktivitäten rund um die DFB-Werbewochen. Kurz nach dem erfolgreichen Abschluß der Schiedsrichterwerbekampagne verstarb überraschend die langjährige Integrationsfigur der Offenbacher Schiedsrichter und das Gründungsmitglied des FSVO, Jakob „Jockel“ Kircher (SV Jügesheim), im 74. Lebensjahr. Für die OF-Schiris war dies ein einschneidender und schmerzhafter Verlust.

Am 10.04.1995 wählten die Mitglieder des FSVO auf ihrer Jahreshauptversammlung im Vereinslokal der SKG Rumpenheim Johann Schmeiser (Vorsitzender), Bernd Kiwak (SC Buchschlag – Stellvertreter) und Thorsten Schwemler (Schatzmeister) erneut zu ihrem Vorstand.

Zum Mainuferfest der Stadt Offenbach am 24. und 25.06.1995 hatte der FSVO sich wieder mit einem Stand angemeldet, um für das Offenbacher Schiedsrichterwesen zu werben. Unter den Standleitungen von Bernd Kiwak (24.06.) bzw. Johann Schmeiser (25.06.) war ein tägliches Gewinnspiel (Beantwortung von fünf Regelfragen) der Höhepunkt der Präsentation.

Zum 20-jährigen Jubiläum unserer Partnerstadt Lienz/Osttirol am 01.07.1995 reiste eine kleine Delegation Offenbacher Schiedsrichter nach Österreich.

Über den zweiten Vorsitzenden des FSVO, Bernd Kiwak, schaffte der FSVO im Juli einen Laptop und zwei Nadeldrucker an. Den Laptop und einen Drucker erhielt KSA-Beisitzer Engelbert Janes (Teutonia Hausen), während der zweite Nadeldrucker für Reinhold Mai (TGS Jügesheim) zur Verfügung gestellt wurde. Damit war gewährleistet, daß beide Ansetzer ihre Verwaltungsaufgaben besser erledigen konnten.

Vom 03.11. – 05.11.1995 kam die Offenbacher Schiedsrichtermannschaft der Einladung des ETV nach und reiste zum Hallenturnier nach Hamburg.

Im Bürgerhaus Hausen richtete der FSVO am 24.11.1995 wieder die Jahresabschlußfeier für die Offenbacher Schiedsrichter aus. Der KSA konnte zahlreiche Gäste aus den benachbarten Kreisen sowie aus verschiedenen Verbandsgremien begrüßen. Der Vergnügungsausschuß hatte erneut die Showband „Dominos Company“ engagiert. Das Show-Programm des „Melody-Terzetts“, die Zauberer „Aladin & Evelyn“ und das Akrobaten-Duo „Brilliant“ unterhielt die 250 anwesenden Gäste vortrefflich.

Die Jung-Schiedsrichter sowie die Offenbacher Listen-Schiedsrichter (Verbands- und Bezirksoberliga) wurden regelmäßig in speziellen Regelabenden fortgebildet und ihr Regelwissen überprüft. Das vereinseigene Fernsehgerät und die beiden Videogeräte kamen hier stets zum Einsatz.

Wie immer bildete der Frühschoppen am zweiten Weihnachtsfeiertag den Abschluß eines Jahres.

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